Zurück in die Schule: So hilfst du deinem Kind, eine wachstumsorientierte Denkweise zu entwickeln

Terug naar school: zo help je je kind een groeimindset te ontwikkelen

Die ersten Schulwochen haben gerade begonnen. Eine neue Lehrerin oder ein neuer Lehrer, neue Klassenkameradinnen und Klassenkameraden, vielleicht schwierigere Rechenaufgaben oder längere Texte. Manche Kinder gehen voller Selbstvertrauen an all das heran. Andere werden bereits beim ersten Rückschlag unsicher: „Das kann ich nicht“ oder „Darin bin ich einfach nicht gut.“

Kommt dir das bekannt vor? Viele Eltern stellen fest, dass sich gerade zu Beginn des Schuljahres zeigt, wie ihr Kind mit Herausforderungen umgeht. Und genau das ist der richtige Moment, um an etwas zu arbeiten, das langfristig viel wichtiger ist als eine gute Note: eine wachstumsorientierte Denkweise.

Was genau ist eine wachstumsorientierte Denkweise?

Der Begriff stammt von der Psychologin Carol Dweck, die jahrzehntelang erforschte, wie Kinder über ihre eigenen Fähigkeiten denken. Ihre Forschung zeigt einen deutlichen Unterschied zwischen zwei Denkweisen.

  • Eine statische Denkweise: Man geht davon aus, dass Intelligenz und Talent mehr oder weniger festgelegt sind. Fehler fühlen sich dann wie ein Beweis dafür an, dass man „nicht klug genug“ ist.
  • Eine wachstumsorientierte Denkweise: Man geht davon aus, dass sich Fähigkeiten durch Übung, Einsatz und Durchhaltevermögen entwickeln. Fehler sind dann kein Beweis für ein Scheitern, sondern ein normaler Schritt im Lernprozess.

Kinder mit einer wachstumsorientierten Denkweise geben bei einer schwierigen Aufgabe weniger schnell auf, probieren häufiger neue Strategien aus und trauen sich öfter, um Hilfe zu bitten. Nicht, weil sie klüger sind, sondern weil sie anders über Fehler denken.

Warum der Beginn des Schuljahres ein so guter Zeitpunkt ist

Ein neues Schuljahr steckt voller neuer Herausforderungen: neuer Lernstoff, neue Erwartungen, vielleicht eine neue Klasse. Jede Herausforderung ist eine Gelegenheit, Durchhaltevermögen zu üben. Genau deshalb ist der September ein guter Zeitpunkt, um sich zu Hause und in der Schule bewusst mit einer wachstumsorientierten Denkweise zu beschäftigen.

Wie du als Elternteil eine wachstumsorientierte Denkweise förderst

Eine wachstumsorientierte Denkweise entsteht nicht von selbst. Kinder lernen sie vor allem durch die Reaktionen der Erwachsenen in ihrem Umfeld. Die folgenden Tipps lassen sich direkt umsetzen, auch an einem hektischen Wochentag.

1. Lobe den Prozess, nicht nur das Ergebnis

„Wie schlau von dir!“ klingt nett, bestätigt aber ungewollt, dass Klugheit etwas Feststehendes ist. Versuche stattdessen, den Einsatz zu benennen:

  • „Du hast wirklich gut durchgehalten, als es schwierig wurde.“
  • „Ich habe gesehen, dass du es dreimal anders versucht hast. Das hat funktioniert!“
  • „Du hast dafür offensichtlich gut geübt.“

Diese kleine sprachliche Veränderung zeigt Kindern, dass Fortschritt das Ergebnis von Einsatz ist, nicht von angeborenem Talent.

2. Verändere, wie dein Kind über Fehler spricht

Fehler zu machen, fühlt sich für viele Kinder unangenehm an. Hilf deinem Kind, Fehler anders zu betrachten, indem du selbst mit gutem Beispiel vorangehst. Erzähle ruhig von einer Situation, in der du selbst etwas falsch gemacht hast, und was du daraus gelernt hast.

Ein einfacher Satz, den sich viele Familien immer wieder sagen können, lautet: „Ein Fehler ist kein Problem, sondern eine Information.“ Das klingt vielleicht nach wenig, aber die wiederholte Botschaft sorgt dafür, dass Kinder Fehler nach und nach als weniger bedrohlich empfinden.

3. Lass dein Kind an einer Herausforderung wachsen

Es ist verlockend, sofort zu helfen, sobald dein Kind bei den Hausaufgaben oder einem Puzzle nicht weiterkommt. Doch gerade das Gefühl „Das war schwierig, und trotzdem habe ich es geschafft“ stärkt das Selbstvertrauen.

Frage deshalb zuerst: „Was hast du schon ausprobiert?“, bevor du die Lösung verrätst. So lernt dein Kind, dass Schwierigkeiten zum Prozess gehören und nicht das Ende der Geschichte sind.

3. Stärke das Durchhaltevermögen mit kleinen, machbaren Herausforderungen

Durchhaltevermögen wächst durch Erfahrung, nicht durch ein Gespräch. Aktivitäten, bei denen ein Kind selbst etwas herausfinden muss, sind dafür besonders wertvoll. Zum Beispiel:

  • Ein Bauprojekt, das nicht auf Anhieb gelingt
  • Ein Spiel, bei dem man mehrmals üben muss, um zu gewinnen
  • Eine Konstruktion, die zunächst einstürzt, bevor sie stehen bleibt

Bei Zappie erleben wir das bei fast jeder Box: Kinder, die einen Hydraulischen Arm oder einen Roboter bauen, stoßen oft auf einen Moment, in dem etwas nicht sofort funktioniert. Ein Teil ist falsch eingesetzt, ein Schlauch ist undicht, ein Zahnrad dreht sich nicht reibungslos. Genau in diesem Moment findet das Lernen statt. Kinder, die durchhalten und das Problem lösen, empfinden danach einen Stolz, den man nicht erlebt, wenn etwas auf Anhieb gelingt.

4. Feiere Fortschritte, nicht nur Perfektion

Frage am Ende des Schultags nicht nur „Wie war es?“, sondern auch: „Was hast du heute gelernt, was du gestern noch nicht konntest?“ Diese Frage lenkt die Aufmerksamkeit auf Wachstum statt auf Leistung – und genau darum geht es bei einer wachstumsorientierten Denkweise.

Was du besser vermeiden solltest

  • Vermeide: „Das ist nichts für dich“ oder „Rechnen liegt dir einfach nicht.“
  • Vermeide: sofort einzugreifen, sobald dein Kind frustriert wird.
  • Vermeide: nur bei einem guten Ergebnis zu loben.

Diese Reaktionen sind verständlich und oft gut gemeint, weil du dein Kind vor Enttäuschung schützen möchtest. Doch ungewollt lernen Kinder dadurch, dass Scheitern etwas ist, das man vermeiden sollte, statt etwas, aus dem man lernen kann.

Kleine Gewohnheit, großer Unterschied

Eine wachstumsorientierte Denkweise entwickelt sich nicht in einem einzigen Gespräch. Sie entsteht aus vielen kleinen, alltäglichen Momenten: wie du auf eine schlechte Note reagierst, wie du über einen gescheiterten Versuch sprichst und wie du dein Kind ermutigst, es noch einmal zu versuchen.

Der Beginn des Schuljahres bietet dafür besonders viele Gelegenheiten. Jede neue Aufgabe, jede unbekannte Tätigkeit und jeder Moment der Frustration ist im Grunde eine kleine Übung in Durchhaltevermögen.

Suchst du nach Aktivitäten, bei denen dein Kind spielerisch üben kann, dranzubleiben, Fehler zu machen und stolz auf das Endergebnis zu sein? Entdecke, wie die Zappiebox jeden Monat einen kleinen Beitrag dazu leistet.

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